Elica Tabakova

geboren 1987 in Bulgarien,
studierte Architektur an der Universität Hannover, erhielt ein Erasmus-Stipendium für die Akademie der bildenden Künste in Sevilla und schloss ihr Diplom im Juni 2011 ab.
Anschließend hatte sie einen Lehrauftrag an der Fakultät für Malerei und Grafik in Hannover und seit 2019 an der Fakultät für Architektur und Design in Konstanz.

Um beruflich voranzukommen lebt und arbeitet sie heute in München als freischaffende Künstlerin und Architektin.

Elica Tabakova
Natürlich ist es die Linie, die Elica Tabakovas Bilder dominiert. Sie zieht sich als zittriger Strich, als Tintenfläche oder als feine Linie durch ihre Werke. Die Künstlerin und Architektin hat ein besonderes Gespür für Kontur und Konstruktion, für Leichte und Schwere im Raum. Oberleitungen und Kräne stehen hier neben Fotoschnipseln von Torbögen und Kreuzgängen.

Ihre Bilder bezeugen die innere Landschaft, die aus dem Dialog mit den baulichen Konstruktionen hervorgegangen ist. Da sublimiert sich Melancholie in Bewegung, wenn Häuserkonturen verfließen oder sich zur Seite neigen, als wären sie lebendig. Farbe tritt bei einer Vielzahl ihrer Werke in den Hintergrund. Sie wird sparsam eingesetzt und konkurriert nicht mit der dominanten Linienführung in Schwarz. Die schwarze Tusche und schwarze Kohlefarbe ist mal deckend, mal gräulich wolkig aufgetragen. Dazu kommt oft deckendes weiß und höchstens noch etwas ocker oder gelb. Eine Ausnahme bildet das flächige, expressive Rot der Geisha- und Samurai-Serie. Es wirkt wie ein Symbol für die Stärke der woman warrior.
Dr. Martina Kollroß

Werke
„…Sie lassen sich nicht einfach fassen, sie sind flüchtig, spontan und von einer starken Leidenschaft für das Moment-hafte geprägt. Insbesondere auf ihren Zeichnungen scheint sich das Dargestellte zu entziehen, läuft über den Bildrand, entschwindet in dem Moment, in dem es auf Papier gebannt wurde, bereits wieder. Hauptakteur ihrer Arbeiten ist der Strich, mal beherzt und raumeinnehmend, mal vibrierend, teils zart und zerbrechlich. Ein Spiel mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien: Ob mit Kohle, Tusche, wasserlöslichen Stiften oder Fineliner, eben allem, was expressiven, spontanen Gestus zulässt, nähert sich die Künstlerin dem Dargestellten an, fängt sein Wesen ein, ohne es dabei zu entzaubern…“ Ausschnitt Laudatio © Linder Walter

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