THOMAS STEFFENS 2016

Ausstellungseröffnung

Levent Duran
Nadja Maria Schwendemann
„Warum bin ich ich und warum nicht du?“

am Freitag, dem 19. Januar 2018
von 19 bis 21 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein

Ausstellungsdauer: 20.01.2018 bis 25.02.2018

Ort | Location: galerie luzia sassen | Luxemburger Str. 345 | 50939 Köln
Öffnungszeiten | Opening hours: Mi. – Fr. 14 – 19 h | Sa. 10 – 14 Uhr | Di. gerne nach Vereinbarung

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„Warum bin ich ich und warum nicht du?“

Zwei Menschen, zwei Länder und eine Verbindung. Der Frage, „warum bin ich ich und warum nicht du?“ gehen die Künstler Levent Duran aus Istanbul und die in Deutschland lebende Künstlerin Nadja Maria Schwendemann nach. Die Inspiration zu diesem ungewöhnlichen Titel stammt aus einem Gedicht von Peter Handke. Verschiedene Kulturen, Herkunftsländer und Geschlechter machen den Weg zur Antwort spannend. Ein Jahr lang arbeitete jeder der Künstler in seinem eigenen Atelier und Lebensbereich, gleichzeitig blieben sie in Kontakt und loteten Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus. Fragen wie: Was macht mich zu dem was ich bin? Welche Rolle spielt dabei das kulturelle Umfeld und gibt es eine Möglichkeit, diese zu überwinden um einander wahrhaft zu begegnen, standen im Blickfeld. Besondere Highlights sind, neben den entstandenen Werken, die zwei „Bilder-Bücher“, die die beiden Künstler von November 2016 bis Januar 2018 fertig stellten. Abwechselnd wurden die jeweiligen Seiten so bemalt und mit Texten versehen, dass der andere zur Antwort aufgefordert ist. Das Ergebnis, ein stiller bildhafter Dialog über tiefsinnige Lebensfragen, die scheinbar auch kulturübergreifend Bedeutung haben und Menschen gleich welcher Herkunft mit einander zu verbinden scheinen.

 

Künstler:

Nadja Maria Schwendemann 1962 in Österreich geboren und in Deutschland aufgewachsen ist autodidaktische Malerin und betreibt ihr Atelier im Oberbergischen Land nahe Köln. In verschiedensten Stilrichtungen setzt sie sich seit drei Jahrzehnten mit den Tiefen des menschlichen Seins auseinander. Physik, Philosophie, Psychologie und die Arbeit als freie Journalistin sind die Themenfelder aus denen sie die Inspiration zu ihrer künstlerischen Arbeit schöpft. Durch ihre Malerei versucht Nadja Maria Schwendemann das Leben zu begreifen. Erkenntniszustände werden so auf den Malgrund gebannt und sichtbar gemacht. Ausstellungen, Gemeinschafts-und Einzelprojekte sowie Lehrtätigkeiten gehören zu ihrem Aufgabenfeld.

 

Levent Duran

Levent Duran 1980 in Artvin/Türkei geboren, hatte bis vor Kurzem seinen Lebensmittelpunkt in Istanbul. Seit diesem Jahr wohnt er mit seiner Familie in der Nähe von Köln.

Nach seinem Soziologie Studium hat er seine professionelle Karriere als ein vielseitiger Künstler angefangen, der sowohl in Malerei, Skulptur, Videokunst als auch in Musik, Literatur zu Hause ist.

Was ihn bei der Malerei interessiert ist die Recherche eines direkten Weges zwischen dem Unterbewussten und dem lebenden Körper. Er sucht nach einer Brücke zwischen der Psychiatrie und der Kunst. Strebend nach der Wissenschaft der Spontanität als eine Methode des Tagträumens mit einem komplett freien Geist, seine Suche hat ihn auf eine selbst erfundene Arbeitsweise gebracht, die Kenophobia. Sie beschreibt eine Technik, die auf gängige Regeln der Malerei so wie Komposition, Balance oder Raum bewusst verzichtet. Kenophobia ist ein Versuch einer figurativen dennoch abstrakten Sprache, die sich dem Akt des Träumens ähnelnd frei von logischen Regeln ausdrückt.